Als ich vor Kurzem meine Samples durchstöberte, bin ich auf den Tormore 25 XOP gestoßen. Schon lange wollte ich diesen Whisky verkosten und nun war der perfekte Zeitpunkt gekommen.

Die Abfüllung

Die hochklassige XOP Serie des Premium Abfüllers Douglas Laing brachte diesen fantastischen Speysider aus der Tormore Distillery in die Flasche. Destilliert im Januar 1992 bezog der Whisky seine Heimat in der Flasche im Oktober 2017. Das 25-jährige Single Cask von Tormore ist eine Handabfüllung mit weltweit nur 247 einzelnummerierten Flaschen in Cask Strength von 56,3%.

Die Farbe

Douglas Laing verzichtet bei diesem Whisky auf den Zusatz von Farbstoff. Der Whisky erscheint in einem tollen Terracottafarbton.

Das Aroma

Das erste, was die Nase wahrnimmt, ist ein leichter Essiggeruch und somit eine leicht säuerliche Note. Wer sich von dieser Note nicht sofort abschrecken lässt, und es wäre fatal den Whisky nur aufgrund dieser Note zur Seite zu stellen, der wird mit einer tollen Fruchtigkeit belohnt. Es offenbaren sich dunkle Früchte und leichte Anklänge von Schokolade. Insgesamt ist der Whisky sehr würzig in der Nase. Aufgrund der 25 Jahre im Fass hatte ich mit einer überfrachtenden Holznote gerechnet. Doch von Holz ist in der Nase nur eine sehr angenehme milde Note vorhanden. Wenn diese Abfüllung im Geschmack so sehr überzeugt wie in der Nase, dann wird das ein echtes Geschmackerlebnis.

Der Geschmack

Die Nase hat nicht zu viel versprochen. Der Whisky liegt fruchtig und schwer auf der Zunge. Die 56,3% sind am Anfang nicht spürbar und der Whisky liegt angenehm mild auf der Zunge. Der Alkohol schiebt jedoch am Abgang deutlich an und ist hier extrem spürbar. Insgesamt kleidet der Whisky den Mundraum vollkommen aus und ist sehr vollmundig. Doch was ist das? Beim Schlucken habe ich eine Assoziation im Kopf, die ich zuerst gar nicht in Worte fassen kann. Mir kommt dieser Geschmack bekannt vor, doch ich kann ihn einfach nicht in Worte fassen. Erst ein weiterer Schluck und einige Minuten später merke ich, dass ich an „nasses Holz“ denke, besser gesagt an einen Spaziergang an einem regnerischen Tag im Wald. Der Whisky schmeckt eindeutig nach nassem Holz beim Schlucken. Dies ist etwas, dass ich so noch bei keinem Whisky geschmeckt habe und es gefällt mir wahnsinnig gut.

Der Whisky neigt sich dem Ende zu und ich versuche mit ein paar Tropfen Wasser noch etwas mehr aus dem Whisky herauszukitzeln. Nach der Zugabe von Wasser ist der Whisky deutlich fruchtiger und etwas angenehmer im Abgang. Hier kann ich eindeutig sagen, dass Wasser dem Whisky gut tut.

Mein Fazit

Dieser Whisky ist einfach grandios. Ich wage mal zu behaupten, dass diese Abfüllung die Beste ist die ich bis dato probieren konnte. Douglas Laing hat hier sein Können klar unter Beweis gestellt und der Whiskywelt einen tollen Tropfen mit auf den Weg gegeben.

Es zeigt sich, dass die Teilnahme an Flaschenteilungen einem die Möglichkeit gibt auch einmal Whiskys zu probieren, die sonst eher außerhalb der selbst gesteckten Preisgrenzen liegen. 😉

Bleibt gesund!

Euer

Tim