Ihr sucht einen gelungenen Einstieg in die Welt der japanischen Whiskys? Dann könnte der Hibiki Japanese Harmony genau der Richtige für euch sein. Grundsätzlich bekommt man den Blend für japanische Verhältnisse von ungefähr 60 Euro noch relativ günstig, wobei auch dieser Whisky seit dem Boom trotz Grain-Anteil weiter im Preis gestiegen ist.

Wer allerdings bereit ist, die Summe zu bezahlen, bekommt auch etwas für sein Geld. Wie bereits erwähnt, ist der Hibiki Japanese Harmony ein Blend. Er stammt aus dem Hause Suntory, einer der größten Spirituosenhersteller in Japan, in dessen Haus auch weltbekannte Destillerien wie Yamazaki, Hakushu sowie Chita zuhause sind. Genau aus dieser vielversprechenden Mischung an Destillerien wurde Malt- sowie Grain-Whisky verwendet, um den Hibiki Japanese Harmony zu kreieren.

Neben dem vielversprechend klingenden Inhalt bekommt ihr eine Flasche, die sich sehen lassen kann: Ein massiver Glasboden, ein geätzter Glaskorken sowie die 24 Facetten, welche für jeden Monat des japanischen Mondkalenders stehen, zieren den Whisky. Des Weiteren weist er ein Label auf, welches aus besonderem Papier hergestellt wurde. Da Bilder allerdings mehr sagen als tausend Worte, schaut euch einfach die Fotos an. Die Flasche ist wirklich schön.

Hibiki Japanese Harmony und 30th Anniversary Edition

Einmal der Standard Hibiki Japanese Harmony und die Sonderedition zum 30. Bestehen. Der Inhalt ist der selbe, allerdings kostet die Sonderedition keine 60 Euro sondern 300

Im Glas

Der Hibiki Japanese Harmony zieht im Glas lange Schlieren, deren Tropfen relativ schnell nach unten verlaufen und dann auch gänzlich vom Glasrand verschwinden. Er wirkt nicht wässrig, aber auch nicht extrem cremig, eher etwas dazwischen. Die Farbe des Whiskys würde ich als ein sehr helles Gold bezeichnen.

Aroma

Beim ersten Verriechen des Whiskys kann man im Hibiki Japanese Harmony eine leichte Klebstoff-Note erahnen. Wem dies nicht gefällt, sollte den Whisky einfach ein paar Minuten offen stehen lassen. Nach einer gewissen Zeit verfliegt der Geruch.

Danach kommt das, was ich an dem Whisky so besonders finde: Eine leichte Zitrus-Note gepaart mit floralen Gerüchen und einem Hauch Vanille beziehungsweise Karamel. Gleichzeitig riecht der Whisky süßlich. In der Nase wirkt er spritzig und cremig zugleich.

Geschmack

Auf der Zunge ist der Hibiki Japanese Harmony recht süß, sehr cremig und erinnert an Honig, Orange gepaart mit einem Schuss Vanille-Aroma. Sobald der Whisky in den hinteren Bereich des Mundes gelangt, wird er ein wenig bitter. Anfangs ist er leicht unangenehm an den hinteren Backen, dann geht es allerdings schön von Grapefruit in Zartbitter- beziehungsweise Milchschokolade über. Grundsätzlich wirkt er im Mund und der Nase eher dezent, ihr solltet keine “Explosion” erwarten.

Abgang

Beim Abgang vermute ich die Mizunara Eiche in Form von Sandelholz zu spüren. Auch das gefällt mir sehr gut. Leider hatte ich noch nicht die Gelegenheit, einen voll gereiften Whisky aus Mizunara Eiche zu probieren, weshalb ich den Ursprung lediglich aus meinen Bekanntschaften mit anderen japanischen Whiskys vermute. Neben dem Sandelholz bekommt man weiterhin eine leicht bittere, aber aromatische Eichen-Note. Den Abgang würde ich leider als mittellang bezeichnen.

Fazit – Lohnt sich der Hibiki Japanese Harmony?

Ihr könnt es vielleicht schon herauslesen, aber dieser Whisky schmeckt mir. Er ist nicht ungeheuer komplex, allerdings ziemlich süffig, sehr lecker und eher dezent.

Ich bin ein großer Fan des Hibiki Harmony, weshalb er schon des Öfteren einen Platz in meinem Barfach bekommen hat. Ich greife oft zu ihm, wenn ich entspannt etwas anderes mache und mich nicht nur auf den Whisky konzentrieren möchte.
Denn man muss zugeben: Wer diesen Whisky einmal entschlüsselt hat, der findet auch keine neuen Nuancen.

In manchen Notes sprechen einige von einer alkoholischen Note, diese habe ich allerdings selbst nicht bemerkt. Zumindest ist sie mir nicht unangenehm aufgefallen. Beim Grain-Whisky muss man selbst entscheiden, ob es etwas für einen ist. Wer auf Nummer sicher gehen will und nicht direkt so viel Geld in die Hand nehmen möchte, der sollte sich am besten vorher ein Sample zulegen.

Im Preis-Leistungs-Verhältnis ist der Hibiki leider nicht so stark, was allerdings an der Herkunft liegt. Japanische Whiskys sind einfach zu teuer, wobei der Hibiki Harmony keinen utopischen Preis hat.

Für einen gelungenen Start in die Welt der japanischen Whiskys ist dieser Blend aber auf jeden Fall der richtige!