Hintergund zur Nicarao La Preferida

Aus vier verschiedenen Herkunftsländern wurden Tabake für diese Zigarre verarbeitet, bestehend aus einem vergleichsweise dunklen Deckblatt aus Ecuador, ein mexikanisches Umblatt und Einlagetabake aus Honduras und Nicaragua. Versprochen werden dem Genießer Kaffee-, Leder-, und Pfeffernoten, addiert um eine markante Süße. 45 Minuten Rauchdauer werden angegeben bei einem Preis von 8,90 Euro das Stück – Feuer frei!

Erste Eindrücke zur Short Robusto

Der Kaltgeruch ist tatsächlich angenehm süß, erinnert mich an Kakao und Vollmilchschokolade. Ich cutte die Zigarre klassisch und setze Sie „in Gang“.

Während des ersten Drittels ist die La Preferida vergleichsweise kräftig, zu Beginn fast schon pfeffrig. Hinzu gesellen sich erdige und holzige Noten, eine verrückte Assoziation nach Salatgurke inbegriffen. Der Abbrand mit mittelgrauen bis heller Asche ist perfekt, der Zugwiderstand gut.

Die Nicarao im zweiten Drittel

Zu Beginn des zweiten Drittels spiegelt sich ein krasser Kontrast wider, denn von jetzt auf gleich wird die Short Robusto von kräftig-würzig sehr angenehm und mild. Allerdings spüre ich aromentechnisch bislang weder die feine Süße des Kaltgeruchs, noch das schokoladige. Stattdessen manifestiert sich im Mundraum eine Aromatik, die mich entfernt an Pappe erinnert und für mich ein etwas unangenehmes Aroma darstellt. Über das gesamte zweite Drittel bleibt die Zigarre extrem mild und einfach.

Das letzte Drittel der La Preferida und Fazit

Richtung drittes Drittel legt die Short Robusto wieder an Kraft und Intensität zu. Die Süße macht sich nun endlich bemerkbar. Auch der holzige Touch und zarte Würzigkeit runden die Zigarre Richtung Ende ab. Hier gefällt mir die Laubrolle am besten.

Ich bin geteilter Meinung was die Nicarao La Preferida Short Robusto betrifft. Kaltgeruch, Verarbeitung, Abbrand, Zugwiderstand – alles top. Aber geschmacklich lässt Sie vor allem im zweiten Drittel meiner Meinung nach etwas zu wünschen übrig. Auch der Preis von 8,90 Euro für eine effektive Rauchdauer von 35 Minuten was mich betrifft, macht die Zigarre doch verhältnismäßig teuer. Ich habe die Tage zuvor eine Balmoral Añejo XO Nicaragua Rothschild Masivo (Review folgt) geraucht, die preislich identisch lag und eine dreimal so lange Rauchdauer hatte. Von daher würde ich die La Preferida kein zweites Mal in diesem Format gönnen.

Grüße
Euer Pat