Vorgeplänkel

Nehmt euch etwas Zeit und ein Getränk eurer Wahl, denn der Text ist etwas länger und wird von ein paar Bildern flankiert. 😉
Für mich war es das erste Treffen dieser Art und eins sei vorweg schon gesagt, für mich war es ein Highlight in 2020. Ok, das Jahr ist noch jung, aber dennoch wird es schwierig sein, das zu toppen. Vielleicht gelingt es dem nächsten Treffen im Mai 2020. Wer weiß?

Die Anreise und der Besuch im Tabakhaus Falkum

Die Anreise war trotz Nebel und vielen Baustellen unproblematisch und entspannt. Bevor ich bei St. Kilian in Rüdenau aufgelaufen bin, hatte ich mich mit Paul Bosek vorab in Miltenberg verabredet, um im Tabakhaus Falkum deren Tabake zu probieren. Das Tabakhaus Falkum ist für Raucher ein kleines Paradies, gibt es doch dort alles, was das Raucherherz begehrt. Von Pfeifen über Tabake oder Zigarren, bis hin zu Accessoires gibt es dort ein breit gefächertes Sortiment. Dann ging es zum Hotel Stern in Rüdenau, kurz einchecken und danach direkt zur St. Kilian Destillerie, die zu diesem Treffen eingeladen hatte. Die Idee hatte Jason Bourbon, der neben dem Team von St. Kilian um Mario Rudolf und Andreas Thümmler, maßgeblich an der Umsetzung beteiligt war. Dafür nochmal vielen Dank.

Bei St. Kilian

Zunächst trafen sich die ca. 30 Teilnehmer im Shop und im angrenzenden Raum, wo wir herzlich von Jason und Mario Rudolf begrüßt wurden. Jason nutzte sogleich die Gelegenheit, alle Teilnehmer für ein kurzes Interview vor die Kamera zu locken. Viele der Teilnehmer kannten sich schon von anderen Veranstaltungen und dem ersten Treffen in 2019, damals bei Nine Springs. Für mich hieß es allerdings, viele neue Leute kennenzulernen, was aber bei der freundlichen und familiären Atmosphäre kein Problem darstellte.

Das Programm

Da es ein straffes Programm abzuarbeiten galt, startete Mario sodann mir der Führung durch die Destille. Hier merkte ich gleich, dass er für Whisky und für St. Kilian brennt. Wortgewandt erklärte er uns die Whiskyproduktion, von der Anlieferung der Gerste bis zum Brennen des Whiskys. Darüber hinaus auch die Abfüllung in die Fässer, die Arbeit der Zöllner und das Einlagern der Fässer. Hier gab es für uns auch eine Besonderheit, denn wir durften erstmalig auch eines der neuen Fasslager besuchen. Die sechs neuen Fassläger befinden sich auf einem alten Militärgelände und sie wurden ursprünglich als Munitionsläger genutzt. Diese Bunker befinden sich ganz in der Nähe der Brennerei, dennoch hatten wir das Glück, nicht zu Fuß dort hingehen zu müssen, sondern wir wurden von einem Bus abgeholt. Zu aller Überraschung wurden wir von einem Dudelsackspieler musikalisch in Empfang genommen. Dort konnten wir dann auch den zweiten Dram zu uns nehmen, zuvor gab es schon einen New Make an den Pot Stills. Bis wir allerdings an den Bunkeranlagen angekommen waren, konnte uns im Bus Andreas Thümmler etwas über die Historie von Rüdenau und Umgebung erzählen.

Blogger und Vlogger bei der Arbeit

Wieder zurück auf St. Kilian nahmen die Blogger und Vlogger ihre Arbeit auf und viele Interviews, Videos, Bilder und Whiskybesprechungen kamen so zustande. Ihr dürft also in der nächsten Zeit gespannt sein, was dort alles zur Sprache kam.

Blogger und Vlogger fragen, Andreas, Mario und Thorsten antworten

Apropos Sprache, Andreas, Mario und Thorsten Manus stellten sich im Anschluss den, zum Teil auch kritischen Fragen der Community. Sie blieben aus meiner Sicht keine Antwort schuldig. Dabei gab es auch immer wieder einen Dram aus den verschiedensten Fässern von St. Kilian und der Clou dabei war, dass sich jeder selbst bedienen durfte.

Essenzeit

Dann war es aber auch an der Zeit, etwas zu essen, denn in der Zwischenzeit war das Buffet aufgebaut worden. Es war, so glaube ich, für jeden was dabei, verschiedene Salate, Krustenbraten, Leberkäse, Knödel in zwei Variationen und natürlich Bayrischkraut. Ich liebe Bayrischkraut.

World Whisky Lounge

So gestärkt ging es dann in die World Whisky Lounge von Andreas und auch hier galt wieder Selbstbedienung. Im Klartext, jeder konnte probieren, was er wollte. Was bei mir ins Glas kam, könnt ihr den nachfolgenden Bildern entnehmen. Bei den verschiedensten Drams kamen dann alle, in verschiedensten Konstellationen, ins Gespräch und eigentlich ging es nur um ein Thema: Whisk(e)y. So ging dann auch ein, wie ich finde, sehr gelungener, informativer, kurzweiliger und schöner Tag zu Ende. Das sollst dann auch von mir gewesen sein.
Bleibt mir nur noch zu wünschen, dass meine Bilder euch gefallen und sie euch meine gewonnenen Eindrücke etwas näher bringen.

Eins noch

Eins möchte ich dennoch am Ende sagen: Auch wenn euch vielleicht deutscher Whisky (noch) nicht zusagt, ein Besuch der Brennerei St. Kilian lohnt sich und man kann dort schon erkennen, welches Potential darin steckt und was wir noch in Zukunft von St. Kilian erwarten dürfen. Und nein, mir gefällt auch nicht jeder Whisky, der bisher von dort kam, wie z.B. der Signature Edition One, aber sie machen einen guten Job dort in Rüdenau, was ich z.B. am First Kilian, am Signature Edition Three und am Turf Tail (Peated, 54ppm, Jack Daniels Fassreifung) den wir als Blogger- und Vlogger Abfüllungen mitnehmen durften, festmache. So, jetzt aber wirklich genug der Worte.
Slàinte.