• Name: Macduff
  • Abfüllung: SaarWhisky’s No. 10
  • Destille: Macduff
  • Abfüller: SaarWhisky
  • Charakter: Single Cask
  • Region: Highlands
  • Destilliert: 14.02.2008
  • Abgefüllt: 11.11.2020
  • Alter: 12 Jahre
  • Alkoholgehalt: 53,9% vol.
  • Fassnummer: -/-
  • Fassart: Bourbon Cask
  • Flaschenzahl: 206
  • Flaschennummer: -/-
  • Inhalt: 0,7l
  • Farbstoff: Nein
  • Kühlgefiltert: Nein

Allgemeines:

Macduff ist eine Whiskybrennerei in Banff, Banffshire, Schottland. Sie liegt an der der gleichnamigen Stadt gegenüberliegendem Ufer des Deveron. Sie gehört zur Whiskyregion Highlands. Macduff wurde 1960 von den Geschäftsleuten Brodie Hepburn, Marty Dykes und George Crawford gegründet. 1972 wurde sie von William Lawson (einer 1849 in Dundee gegründeten Whiskyhandlung) übernommen und 1980 in den Martini-Konzern eingegliedert. Dieser gehört seit 1993 zu Bacardi.

SaarWhisky! Hinter diesem Label stehen dreimal die Nachnamen Rosinski, aber drei verschiedene Vornamen. Christoph, der Vater und seine Söhne Matthias und Bernd. Alle drei sind mit im Boot. Sie holen Whiskyfässer nach Deutschland, um sie dann abgefüllt in Flaschen unter ihrem Label SaarWhisky Single Malt zu verkaufen. Ihre Motive auf den Etiketten haben teilweise einen Bezug zu den Namen der Whiskys. So manche Abfüllung trägt einen Namen, der nicht direkt auf die Brennerei schließen lässt:

„Schwenker“ = Mit diesem Begriff verbindet man unweigerlich das Saarland. Er hat aber zwei Bedeutungen. Einmal ist es die Grillform (Dreibein mit dazwischen schwebendem Grillrost) und zum anderen das darauf liegende Grillgut „Schwenker“ (Schwenkbraten). Hier ist das Motiv Feuer, passend für den Namen.

„Gruwehewwel“ = So nannte man früher die Bergleute im Saarland. Das Bild zeigt einen Bergmann aus längst vergangenen Zeiten. Nachweislich wurde im Saarland schon zu keltischer Zeit (um 450 v. Chr.) Bergbau betrieben. Im Juni 2012 wurde der Steinkohleabbau eingestellt und damit endete auch die Zeit des Bergbaus.

Auf dem Macduff ist ein Baummotiv erkennbar. Es ist der Lebensbaum, der in der keltischen Mythologie eine große Rolle gespielt hat. Zum einen ist er das Bindeglied zwischen Himmel und Erde, zum anderen bildet er den Kreislauf aus Leben, Tod und Wiedergeburt.

Optik:

Das Gelb des Macduff ist richtig hell und klar. Ansonsten kann der Farbton als Strohgelb beschrieben werden.

Aroma:

Das Aroma präsentiert sich durch dezente Früchtenoten, die das mittlere Reifestadium erreicht haben. Dadurch haben sie noch nicht ihren vollen Fruchtsüßelevel erklommen und schmecken immer noch säuerlich. Sehr gut zu erkennen sind halbreife Pflaumen, Mirabellen, Schattenmorellen, Birnen, also Früchte, die im nicht reifen Zustand das Gesicht verziehen lassen. Nun, hier bei dem Whisky natürlich nicht. Aber auch das Naturmaterial des Lagerbehälters, das Eichenfass, zeigt sich der Nase. Zwischen dem Eichenholz und floralen Einstreuungen meine ich das ein ums andere Mal eine Hefenote zu erkennen. Den Eindruck hatte ich jedoch schon bei einigen Whiskys mit Bourbonhintergrund. Dies ist nicht von Nachteil, mir fällt nur keine adäquate Note ein, die das anders beschreiben könnte.

Geschmack:

Mit leichter Ingwerschärfe kommt der Whisky aus den Highlands im Mund an. Der ganze Mix aus den halbreifen Obstsorten, aus dem Kapitel Aroma, entwickelt sich auch auf der Zunge. Diese treten dann in die zweite Reihe, damit sich ein bisschen zartherbe Schokolade zeigen darf. Dazu kommen zwei oder drei Dauben des Eichenfasses hinzu, nicht das ganze Holz. Lässt man den Whisky die Speiseröhre hinabgleiten und beschäftigt sich mit dem Restgeschmack, gewinnt man den Eindruck Kräuterbonbons als Belag auf der Zunge zu haben. Jene von der dunklen Sorte.

Ausklang:

Ich würde den Abgang als mittellang bezeichnen. Der wird in der Hauptsache durch die Kräuterbonbons und der Eiche bestimmt.

Schlusswort:

Mir als Freund von Whiskys aus einem Bourbonfass gefällt dieser Macduff sehr gut. Ich finde ihn sehr ausgewogen, vor allem gefällt mir das Alkoholvolumen sehr gut, welches genau in der Range liegt, in der ich am liebsten Whisky trinke. Da geben sie einem genug, wo es jedem Whiskyfreund freigestellt ist, wie er ihn genießen möchte, ob pur oder mit Wasser, ohne Gefahr zu laufen, den Charakter zu verändern. Als Schlusssatz möchte ich sagen, eine tolle Abfüllung, die SaarWhisky da im Programm hat und die ich ruhigen Gewissens empfehlen kann. Vielleicht wird sie auch in meinen Bestand wandern, aber hier muss ich den Leser dieser Seite enttäuschen. So schnell nicht, denn parallel zu dem Sample wurde schon eine Abfüllung gekauft, die ich schon bald vorstellen werde. Doch ich schließe nicht aus, mir weitere Abfüllungen aus dem Saarland zuzulegen.