Jeder von uns hat wohl seine eigene kleine Geschichte, wie er zum Wasser des Lebens gekommen ist. Heute möchte ich euch auf meinen Weg, der mich zum Whisky geführt hat, mitnehmen.

Mein erstes Mal

Es ist jetzt schon ein paar Jahre her, ich ging schnurstracks auf die 30 zu, da traf ich mich mit meinem besten Freund mal wieder in unserer „Stamm-Cocktailbar“. In Erwartung eines lockeren und gemütlichen Abends freute ich mich auf ein paar leckere Cocktails. Doch meinem besten Freund kam eine andere Idee. „Was hälst du davon, wenn wir einen Whisky trinken?“ kam die Frage. Whisky? Hatte ich bis dato noch nicht getrunken, zumindest nicht pur. Wie viele anderen kannte auch ich Whisky nur gemischt mit Cola on Ice. Doch so sollte es den Whisky heute nicht geben. Also stimmte ich zu und es wurde die Getränkekarte studiert.

Auch wenn mir die Namen der unterschiedlichen Whiskys nichts sagten, so konnte ich doch erkennen, dass die Auswahl auf der Karte schon sehr vielfältig war. Scotch, Irish Whiskey, Japanischer Whisky und Bourbon. Die Vielfalt der Karte überforderte mich und ich überließ meinem besten Freund die Auswahl. Er war bereits in die Whiskywelt eingestiegen und mit dem Wasser des Lebens vertraut.

Ein paar Tage bevor ich diesen Beitrag schrieb, musste ich mein Gedächtnis noch mal auffrischen, denn ich war mir nicht mehr sicher welchen Whisky er damals für uns ausgesucht hatte. Es war entweder ein Glenfiddich 12 oder ein Tullamore Dew, soviel wusste ich noch. Also schnappte ich mir mein Smartphone und fragte nochmal nach, welchen Whisky wir damals getrunken hatten. Prompt erfolgte die Antwort: „Kein Schotte. Ich wollte dir erst einmal nichts sehr Komplexes vorsetzen“. Es war also der Tullamore Dew. Mein Einstieg in die Welt des Wasser des Lebens war also ein irischer Whiskey.

Die Gläser, wohlgemerkt Nosinggläser, kamen an den Tisch. Meine Nase nahm fruchtige Aromen war. Ich war gespannt und voller Vorfreude nahm ich den ersten Schluck. Auch wenn ich heute sagen kann, dass der Tullamore Dew ein recht milder Blend ist, so überforderte mich dieser Whiskey damals. Ich nahm zwar Frucht war, aber es stand der für mich „stechende“ Alkohol im Vordergrund. Mit jedem weiteren Schluck wurde es besser, jedoch war ich nicht vollends überzeugt.

Nach diesem Abend verschwand Whisky erst einmal von meiner Bildfläche.

Tim wird 30 – die Reise geht weiter

Einige Zeit später, zu meinem 30. Geburtstag, kam ich dann wieder in Berührung mit dem Wasser des Lebens. Und, wie sollte es auch anders sein, war es wieder mein bester Freund, der mich an Whisky heranführen sollte.

Dieses Mal schenkte er mir das Set der „Peated Malts of Distinction“. Die meisten von euch werden dieses Set mit Sicherheit kennen, für mich war es damals komplett neu. Enthalten sind in diesem Set der Ardmore Legacy, der Laphroaig 10, der Bowmore 12 und der Connemara Peated. Diese Whiskys sollten jedoch nicht alleine bleiben an diesem Abend. Hinzu gesellte sich noch eine Flasche Bushmills 10.

Was soll ich sagen? Nach diesem Abend war ich dann schlussendlich im absoluten Whiskyfieber. Der Abend endete mit der Öffnung des Bushmills 10. Mein bester Freund und ich genossen diesen Whisky nach der Feier noch ausgiebig. Mein erster Kontakt mit einem rauchigen Whisky war dann der Ardmore Legacy. Heute kann ich sagen, dass es sich hier nicht um einen sonderlich komplexen Malt handelt, doch damals war ich einfach überwältigt, dass Rauch so verdammt gut schmecken kann und dem Whisky eine Tiefe und „Komplexität“ gibt. Auch die anderen Whiskys in diesem Set, die ich in den folgenden Tagen probierte, hatten es mir angetan.

Wie ging es nun weiter?

Wie ich oben schon geschrieben habe, hatte mich nach meinem 30. Geburtstag das absolute Whiskyfieber gepackt. Doch wo sollte ich nur anfangen? Welchen Whisky sollte ich mir als erstes kaufen? Ich stöberte durch diverse Rezensionen im Internet, schaute mir viele Youtube Videos an und stieß natürlich auch auf den Kanal von Pat (damals noch der Whisky Wixer). Im Endeffekt entschloss ich mich dann für den Glenmorangie 10. Dies war die erste Flasche Single Malt Scotch, die ich mir eigenständig gekauft hatte. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Einige Monate später folgten dann der Balvenie Carribean Cask (hier geht’s zu meinem Beitrag im Feingeistblog: Balvenie Caribbean Cask | Feingeist Spirituosen | Blog für hochwertige Spirituosen (fein-geist.de)) und der Bowmore 15 Darkest (auch hier der Link zum Beitrag: Bowmore 15 Darkest | Feingeist Spirituosen | Blog für hochwertige Spirituosen (fein-geist.de)).

Von da an ging es steil bergauf, wenn ich es mal so nennen darf. Es folgten unzählige weitere Flaschen an tollen Whiskys und der regelmäßige Besuch von Whiskymessen, insbesondere der tollen Whisky Fair Rhein Ruhr. Nach einiger Zeit wagte ich mich auch an die Teilnahme an diversen Flaschenteilungen. Ich kann jedem die Teilnahme an Flaschenteilungen nur ans Herz legen. Natürlich gehört hier auch ein gewisses Maß an Vertrauen zu, immerhin bezieht man Samples von einer fremden Person. Durch die Teilnahme an diesen Flaschenteilungen konnte ich jedoch Abfüllungen probieren, die mir ansonsten auf Grund des Preises einer Flasche verwehrt geblieben wären.

Whisky ist und bleibt einfach ein tolles Hobby. Für mich ist es sogar mehr als das. Whisky ist vielmehr ein Gefühl und eine Lebenseinstellung. Ich freue mich noch viele weitere tolle Abfüllungen zu probieren.

Wie seit ihr zum Wasser des Lebens gekommen? Lasst mir gerne einen Kommentar da.

Bis zum nächsten Mal.

Euer

Tim