Die Brennerei Puni, die im mittelalterischen Dörfchen Glurns in Südtirol liegt, hat eine neue Abfüllung an den Start gebracht: Den Puni Arte!

Gereift ist der Italiener (Limited Edition No.1) für nahezu sieben Jahre in einer Kombination aus erstbefüllten Bourbonfässern und einem gewissen Anteil an ehemaligen Fässern von der Insel Islay, die hauptsächlich rauchigen Whisky enthielten. Abgefüllt mit 43 Umdrehungen in natürlicher Farbe und limitiert auf 3.900 Flaschen.

Auf in die Verkostung!

Tastingnotes zum Puni Arte No. 1

Farbe: Sehr fahles Stroh.

Aroma: In der Nase spürt man direkt eine gewisse Salzigkeit, eine maritime Frische und zarte Fruchtnoten, die mit einer gewissen Säure einhergehen. Grüner Apfel trifft es ganz gut, unterschwelliger Torfrauch kommt hinzu. Sehr mild an sich, lässt sich eine gewisse Zitrusnote addieren.

Geschmack: Der Apfel ist im ersten Antritt sehr deutlich – süß/sauer. Der gewisse Anteil an Roggen in der Getreidemischung erzeugt eine Assoziation nach Minze auf der Zunge, zarte Süße kommt hinzu.

Abgang: Mittellang bis kurz. Erst im Abgang spürt man ein Fünkchen Torfrauch, Apfel und -schale weiterhin sehr markant, ein Hauch Eiche kommt im Finish hinzu.

Fazit zum künstlerischen Italiener

Etwas enttäuscht bin ich. Der Puni Arte ist meiner Meinung nach sehr mild, sehr einfach. Was an sich nicht schlimm ist. Für den Preis von 70 Euro allerdings hat man eine etwas andere Erwartungshaltung an den Whisky – vor allem, wenn man vorherige Qualitäten aus der Südtiroler Brennerei kennt! Er ist nicht schlecht, aber auch nicht wirklich ein Highlight. Zumindest nicht für mich geschmacklich. Und ich vermute, der Whisky wird sich aufgrund seiner Limitierung effektiv eher an die Sammler richten.

Ich bin gespannt auf die No.2 aus dieser Serie und vergnüge mich bis dahin noch an meinem Rest vom Nero, den ich noch von meinem Besuch in der Destille übrig habe. Das Video findet Ihr übrigens hier: On the Road (PUNI Whisky Destillerie) – YouTube

Grüße
Pat