Fakten:

  • Name: Dalaruan
  • Abfüllung: Classic Selection
  • Destille: Dalaruan Distillery
  • Abfüller: The Lost Distillery Company
  • Charakter: Blended Malt
  • Region: Campbeltown
  • Destilliert: -/-
  • Abgefüllt: -/-
  • Alter: NAS
  • Alkoholgehalt: 43% Vol.
  • Fassnummer: -/-
  • Fassart: Ex-Sherry- & Ex-Rum-Casks
  • Flaschenzahl: -/-
  • Flaschennummer: -/-
  • Inhalt: 5cl Miniatur
  • Farbstoff: -/-
  • Kühlgefiltert: -/-

Allgemeines:

Ein paar Auszüge aus den Info’s zu Dalaruan

.. Die Brennerei wurde von einem lokalen Bankier, David Colville, finanziert (der zusammen mit Peter Reid auch Dalintober gründete). Die ursprünglichen Partner von David Colville & Co waren David Colville, Schriftsteller und Bankier, John Colville, Malster, Vater des letzteren; Ralph Langlands, Kaufmann; Charles Colvill, Cartwright und Daniel Greenlees von der Hazelburn Distillery – 1838 kaufte John McMurchy den Anteil des verstorbenen Ralph Langlands ..

.. 1835 gab es in Campbeltown 29 Brennereien, darunter Dalaruan – auf seinem Höhepunkt waren 34 Brennereien in der „Whisky-Hauptstadt“ tätig, bevor der wirtschaftliche Zusammenbruch in den 1920er Jahren begann ..

.. Campbeltowns Niedergang in den 1920er Jahren war auf Überproduktion, US-Verbot, die Vorliebe der Mixer für Speyside Scotch und die Auswirkungen der minimalen Alterung und Steuererhöhungen nach dem Krieg zurückzuführen – dieser perfekte Sturm zwang die Destillierfamilien, ein besseres Leben im Ausland zu suchen. Bei der Schließung Dalaruans im Jahr 1925 wurden alte Lagerbestände verkauft, die Gebäude innerhalb von fünf Jahren abgerissen und durch eine Wohnsiedlung in Parliament Place ersetzt ..

Optik:

Die Farbe die von dem Dalaruan ausgestrahlt wird, ist mehrschichtig. Im Kern ist ein Dunkelrot zu sehen, die Außenhülle wird von einem mittelbraunen Bernstein geprägt. Eingebettet finden sich goldene Reflexe.

Aroma:

Sehr schöner Rauch nach kalter Asche wird der Nase präsentiert. Der Sherryeinfluss ist präsent, der maßgeblich durch kandierte Datteln und getrockenete Pflaummen bestimmt wird. Dunkle Beerenfrüchte kann ich erkennen. Hier würde ich Heidel- und Jostabeeren aufzählen wollen. Es soll ein Rumfass im Spiel sein, hier finde ich jedoch keine Noten in der Nase, die darauf schliessen lassen können.

Geschmack:

Im Antritt präsentiert er direkt sein Alkoholvolumen. Kaum Würze und keine Schärfe und er hat vom Start weg eher etwas Wässriges an sich. Am ehesten kommt der Geschmack nach kalter Asche auf. Andere Geschmäcker entwickeln sich sehr träge, was mir das Erkennen erschwert. Dann gibt es den dunklen doch noch den dunklen Sirup, der helfen möchte, den Teil aus dem Sherryfass nach vorne zu drücken. Zu dem dunklen Sirup gibt es also wieder getrocknete Pflaumen und kandierte Datteln. Ein Hauch von Honig, ein Etwas von Eiche finden sehr viel später den Weg auf die Zunge.

Abgang:

Den Abgang finde ich mittellang. Die getrockneten Pflaumen und die kandierten Datteln nehmen die Eiche zwischen sich. Das bewirkt, dass das Holz unauffällig bleibt, dann schleudern die Pflaumen und die Datteln die Eiche von sich, was dem kurzen Aufblitzen des Holzes am Ende das Abganges entspricht.

Schlusswort:

Was möchte mir zu dem Dalaruan als Urteil einfallen? Wenn denn ein Rumfass im Spiel ist, dürfte es eine Winzigkeit mehr sein, damit dies auch erkannt wird. So spielen mehr der Rauch und der Sherry eine Rolle. Gehe ich davon aus, dass man mit dem Nachbau von Charakteren längst geschlossenen Destillen nacheifern möchte, entsteht vielleicht das Gefühl etwas Besonderes im Glas zu haben. Ich denke diese Erwartungshaltung wird ein klein wenig eingedämpft werden. Das dürfte auch der mitgegebenen Trinkstärke geschuldet sein. Der Dalaruan wird wahrscheinlich eher die Freunde eines milden Whiskys ansprechen. Nichts desto trotz ist der Dalaruan ein angenehm zu trinkender rauchiger Blend, insofern man auch Rauch mag. Für mich wäre vielleicht interessant, wie denn die beiden anderen Versionen, die Archivist’s und die Vintage Selection, denn so schmecken.