Heute habe ich mal wieder etwas ganz Besonderes im Glas, an dem ich euch teilhaben lassen möchte. Unser guter Pat hat vor kurzem unter seinem Label „Pat Hock Whisky“ wieder eine spannende Abfüllung unter die Genießer des Lebenswasser gebracht.

Die Abfüllung

In die Flasche hat es ein achtjähriger Single Malt aus der schottischen Brennerei „Ben Nevis“ geschafft. Destilliert wurde dieser Single Malt im November 2012 und kam dann nach acht Jahren im Jahr 2021 in die Flasche. Doch in welchen Fässern, oder besser gesagt, in welchem Fass durfte der Ben Nevis in der Zwischenzeit ruhen? Ganz richtig. Es handelt sich um eine Vollreifung in einem einzelnen Tawny Port Barrique Fass. Der Whisky ist unpeated und kommt mit starken 55,9% in die Flasche. Von der Farbe her würde ich den Whisky mit der Farbe „Rosé“ beschreiben.

Also die Informationen auf dem Papier klingen schon mal vielversprechend. Dann schau ich mal was der „junge“ Ben im Glas so kann 🙂

Aroma

Wow! Kräftig und malzig in der Nase. Eine absolut tolle Würzigkeit, die mich an Pfeffer erinnert. Begleitet werden diese würzigen Aromen von einer tollen Spritzigkeit. Das erinnert mich doch sehr an Birnen. Dieses tolle Aroma nach Birnen harmoniert wunderbar mit den Pfeffernoten und bildet einen schönen Kontrast. Im Hintergrund finde ich eine leichte Eichennote. Das hätte ich bei einem „jungen“ Whisky dann doch eher nicht erwartet, gibt dem Ganzen aber ein wunderbares Finish. Im späteren Verlauf habe ich mich mal an ein paar Tropfen Wasser getraut und was soll ich sagen: Mit Wasser macht der Ben Nevis nochmal auf, wird noch etwas harmonischer. Was mir hier sehr gut gefällt sind die Aromen nach dunkler Schokolade, die erst nach der Zugabe von Wasser zum Vorschein kommen.

Geschmack

Was für ein heftiger Antritt. Hier merkt man die 55,9% definitiv. Auch hier wieder eine krasse Würzigkeit, Pfeffer und Eiche. Begleitet werden diese würzigen Aromen von einer schönen säuerlichen Note. Auch hier habe ich wieder Birnen im Mund. Die leicht säuerliche Note harmoniert wunderbar mit der Birnennote. Nach der Zugabe von Wasser wird die Eiche etwas präsenter.

Der Abgang ist mittellang bis lang. Schöne Eichen- und Getreidenoten kleiden den Mund aus. Durch die Zugabe von Wasser kommt im Abgang doch tatsächlich noch Pflaume zu den Aromen hinzu. Das gefällt mir gut. Insgesamt wird der Ben Nevis angenehm trocken im Mund.

Mein Fazit

Der Ben Nevis kann was. Und nicht nur der Whisky kann was, sondern auch Pat hat mal wieder eine feine Nase bewiesen und hat sein ganzes Können für diese tolle Abfüllung eingesetzt. Hier zeigt sich mal wieder, dass auch „junge“ Abfüllungen Potential haben und uns Whiskyenthusiasten immer wieder begeistern können.

Ich bin froh eine der 280 Flaschen im Shop ergattert zu haben und freue mich auf laue Sommerabende mit dem jungen Ben.

Euer

Tim