Heute in meiner Blogvorstellung, eine nicht ganz so bekannte Rebsorte. Der Cabernet Franc von Loire Propriétés (ähnlich wie in Deutschland eine Winzergenossenschaft) wird meistens als sogenannter Verschnitt angeboten. Besonders in Frankreich wird er gerne mit 2 – 3 anderen Rebsorten zu einer kräftigen Cuvée ausgebaut.

Insbesondere freue ich mich über eine Sortenreine Ausgabe. Diese Weine werden fast ausschließlich in der französischen Loire ausgebaut.

Schon beim Einschenken ins Glas erinnert er von der Farbe eher an einen klassischen deutschen Spätburgunder.

Auch vom Geruch kann er mit schwarzen Johannisbeeren, Brombeeren und vielerlei anderen dunklen Früchten überzeugen. Nach einiger Zeit im Glas und Sauerstoff bekommt er sogar einen Marmeladigen Charakter.

Der erste Schluck ist aber etwas ganz anderes. Paprika und eine gewisse Schärfe sind hier am Anfang auf der Zunge sehr dominant. So dominant kenne ich das eigentlich nur von neuseeländischen oder chilenischen Sauvignon Blancs.

Er ist äußerst trocken 0,2 g/l Restzucker. Seine Aromen sind geradlinig und bringen dabei besondere Noten von getrockneten Kräutern hervor. Das Tannin hingegen ist kaum merkbar und sehr gut eingebunden.

Nachdem ich ihn ein weiteres Mal probiere, bleibt der Erste Eindruck bestehen und bekräftigt mich in meiner Wahrnehmung. Er ist nicht zu schwer und vermittelt auch keinesfalls den Eindruck dazu. Ein hervorragender Begleiter für Kurzgebratenes oder Gegrilltes.

Mein Fazit:

Man sollte schon ein „trocken“ Weinliebhaber sein, denn sonst wird man sicherlich enttäuscht. Die Früchte bilden sich sehr stark im Geruch aus und summieren aber nur eine kleine Einheit am Gaumen. Ansonsten dominieren herbe Aromen von Kräutern und getrockneter Johannisbeere.

Natürlich wie immer eine Frage des Geschmacks

Euer Frank Lienerth

https://fein-geist.de/Feingeist-Shop/Wein/3600-Loire-Cabernet-Franc-Val-de-Loire-trocken